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„Mit mir wird das Leben bunter“

 

Tolga Yazici ist mehr als ein Vermögensberater, er ist für seine Kunden (die er Team-Mitglieder nennt) auch Lebensplaner und Lebensbegleiter. Im Interview spricht der schwäbische Finanzplaner über seine konkreten Moral- und Wertvorstellungen, warum er manchmal mit seiner Geld-Pistole schießen muss und er mit Spekulanten nichts zu tun haben will. Schließlich hat der Mann, der stets bunte Socken trägt, klare Ziele und Visionen: Tolga steht vor Allem für eine moralvolle, achtsame und nachhaltige Arbeit. Aber eines darf dabei nie fehlen: Spaß soll es mit ihm machen. Richtig Spaß. Sein Motto: „Lasst uns zusammen lachen, das Leben ist schon ernst genug.“

 

 

 

 

 

 

 

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Wie kamen Sie auf die Idee Vermögensberater zu werden?

Nach meinem Abitur habe ich wirklich alles ausprobiert: ich habe ein Praktikum bei einem Maschinenbauer absolviert, im Ingenieurwesen, selbst in einer Unternehmensberatung schnupperte ich ein paar Wochen rein. Auf eine gewisse Art und Weise fand ich das alles schon irgendwie interessant. Mehr war es aber auch nicht. So richtig begeistert hat mich ehrlich gesagt nichts von alldem. Das hat Adolf Schöllkopf mitbekommen.

 

Wer ist Adolf Schöllkopf?

„Dolfes“, so wird er von uns genannt, ist seit gefühlt 100 Jahren Abteilungsleiter meines ehemaligen Fußball-Vereins „TSV Bad Boll 1907“. Darüber hinaus ist er bei der Sparkasse Göppingen im „Wealth Management“-Team und betreut vermögende Kunden. Er sagte zu mir: „Tolga, ich kenne Dich jetzt schon seit Jahren. Wenn Du im Job wirklich glücklich sein willst, dann komm zu uns.“

Das haben Sie dann gemacht?

Zwei Jahre lang habe ich eine Ausbildung bei „seiner“ Kreissparkasse zum Finanzassistenten gemacht, am letzten Ausbildungstag aber gekündigt. Ich wusste: die Finanzen sind fortan an mein Leben, ich will aber mehr. Aus diesem Grund beschloss ich ein "Internationales Finanz-Management“-Studium – oder wie es heute heißt „Bachelor of Science“ – an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen zu absolvieren. Das war aber immer noch nicht genug.

 

Was genau meinen Sie damit?
Wann immer es ging, rannte ich zum Kiosk und kaufte mir tonnenweise Zeitschriften und Magazine: „Wall Street Journal“, „Wirtschaftswoche“, „Manager Magazin“, „The Economist“ oder „Business Punk“ gehörten für mich zum Alltag wie das Zähneputzen. Dies alles zu lesen und zu verstehen bereitet mir unheimlich viel Freude.

Ist es ein Vergnügen Finanz-Zeitungen zu lesen?

Wer fusioniert künftig mit wem? Wie verbessert dieser oder jener Konzern seine Ebit-Marge in Asien? Warum kauft Coca-Cola Aktien zurück, Pepsi aber nicht? Wie entscheidet übernächste Woche die amerikanische Notenbank in Sachen Zinserhöhung? Ehrlich gesagt finde ich, dass es nichts spannenderes als die Mikro- und Makroökonomie gibt.

 

Lesen Sie auch mal ein Buch?
Auch wenn ich mich jetzt wie ein Hamburger BWL-Student anhöre: die Biographien von Steve Jobs oder Warren Buffet habe ich verschlungen. Genauso interessant finde ich die Lebensgeschichten von Alexander Humboldt, Muhammad Ali oder Michelle Obama. Im Urlaub geht es dann entspannter zu. Mal das „Café am Rand der Welt“ von John Strelecky, „Komm, ich erzähle Dir eine Geschichte“ von Jorge Bucay oder das „6-Minuten-Tagebuch“ von Dominik Spenst. Und natürlich darf auch Fußball nicht zu kurz kommen. Gerade habe ich „Echte Liebe“ über den börsennotierten Fußball-Club Borussia Dortmund zu Ende gelesen.

 

Sie haben ja selbst gekickt. Welche Position?
Innenverteidiger, immer mit der Nummer 5 – so wie Franz Beckenbauer und Mats Hummels.

 

Wem ähnelte Ihre Spielweise mehr? Die von Hummels oder Beckenbauer?
Weder noch (lacht). Leider war ich nicht Mal ansatzweise so filigran wie der „Kaiser“, noch hatte ich die Übersicht und Passgenauigkeit von Hummels. Ich war eher der rustikale Typ. Nicht ganz so raubeinig und brutal wie die „Walz von der Pfalz“ Hans-Peter Briegel, sondern eher wie ein Mark van Bommel.

Der Niederländer war Kapitän des FC Bayern München. „Es ist wie bei Basler oder Effenberg: Gute Typen für deine eigene Mannschaft, aber schlechte für deine Gegner", sagte van Bommel über sich selbst.
(lacht) Er bringt es auf den Punkt. Ich fand ihn als Typ schon immer klasse. Er machte den Mund auf – auch wenn es den anderen nicht passte. Nur wenn man die eigenen Fehler ausmerzt und die Kollegen nett, aber bestimmt auf ihre Defizite hinweist, verbessert man sich als Team. Und um das geht es ja: als Mannschaft erfolgreich sein.

 

Warum haben Sie sich für das Team der „Deutsche Vermögensberatung“ entschieden?

Ich habe mir ganz bewusst schon während des Studiums die DVAG ausgesucht, weil ich bei dem Unternehmen keinen Druck habe astronomische Zahlen liefern zu müssen, noch muss ich irgendwelche unrealistischen Vorgaben aus der Zentrale erfüllen. Ich bin mein eigener Herr. Und die DVAG ist dabei wie ein Dach über mir. Das Dach schützt nicht nur mich, sondern auch meine Kunden vor Überraschungen.

 

Überraschungen?
Wenn sich beispielsweise in Sachen Datenschutz etwas ändert, sendet mir die DVAG zur DSGVO alle wichtigen und relevanten Informationen zu. Es ist also unmöglich, dass irgendetwas an mir vorbei geht. Auch deswegen, weil ich mich einen Monat im Jahr in Seminaren auf den neusten Stand bringe und fortbilde. Das ist aber nicht alles.

 

Was kommt noch?

In Sachen Finanzen und Geldanlage kann uns niemand das Wasser reichen. Dr. Reinfried Pohl, der Gründer der „Deutschen Vermögensberatung“ hat immer gesagt: „Wir sind mehr als die Pioniere des Allfinanzangebots – wir haben es erfunden.“ Egal, ob jemand ein Darlehen aufnehmen will, ein Haus finanzieren, Aktien an der Börse erwerben oder ein Steuersparmodell eingehen will: wir sind für ihn da.

 

Das macht doch jede Bank.

Als Kooperationspartner haben wir Bausparkassen (Badenia), Verssicherungskonzerne (Generali, Achen Münchner, Allianz), Krankenversicherer (Central), Rechtsschutz-Unternehmen (AdvoCard), Investmentgesellschaften (DWS), Banken (Deutsche Bank, Unicredit, Commerzbank, InterHyp uvm.) und Krankenkassen (BKK). Ich glaube in Sachen Vermögensberatung ist niemand besser aufgestellt ist als wir. Keine Bank kann da mithalten, nicht mal ansatzweise.

 

Könnten Sie sich vorstellen mal für jemanden anderen zu arbeiten?
Nie und nimmer.

 

Das ist eindeutig.
Als ich mich für die DVAG entschieden habe war das für mich wie ein Ehe-Versprechen. Ich kann mir beim besten Willen keinen anderen Partner vorstellen. Meine Kunden sind happy, ich bin happy, alle sind total happy. Wobei: eigentlich habe ich weder „Kunden“ noch „Klienten“, sondern ausschließlich „Team-Mitglieder“.

Wie gehen Sie mit schwierigeren Charakteren um?
Jürgen Klopp, Trainer des FC Liverpool, hat es mal trefflich formuliert.
Er sagt: „Ich kenne keine schwierigen Charaktere – ich kenne nur Charaktere. Und was heißt schwierig? Das ist eine Bewertung von außen“, so Klopp. Seine Aufgabe ist es, so erzählt „Kloppo“ es in unserem DVAG-Magazin, dass er seinen Jungs dabei helfe ihren Charakter „zu nutzen“. Einer komme aus einem Dorf im Senegal, ein anderer sei in London aufgewachsen. Unterschiedlicher könnten die Charaktere also nicht sein. Deswegen lässt er seine Spieler erst mal so sein wie sie sind. Ich mache das genauso: dann und wann gebe ich meinen „Team-Mitgliedern“ Hilfestellungen. Das wichtigste dabei aber ist: dass wir uns auf Augenhöhe begegnen. Das ist die Grundlage für eine nachhaltige, zufriedene und ehrliche Partnerschaft. Dafür ist aber erst mal ein Kennenlernen-Gespräch am Anfang essentiell und notwendig.

 

Was fragen Sie ihre potenziellen Kunden?
Was hast Du? Was willst Du? Was sind Deine Vorstellungen? Ich schaue mir den finanziellen Status Quo an und analysiere diesen dann in Ruhe. Dann gibt es drei Szenarien. Möglichkeit 1: alles läuft nach Plan, fast nichts muss geändert werden. Das zweite Szenario ist, dass man noch an einigen Stellschrauben drehen sollte. Last but not least, Szenario 3: Anspruch und Wirklichkeit des Team-Mitglieds klaffen meilenweit auseinander. Alles muss auf den Prüfstand.

Das machen Sie immer?
Na klar. Ich will ja wissen auf wen ich mich in der Partnerschaft einlasse. Andersherum sollte es genauso sein.

Kann es mal vorkommen, dass es vielleicht dann doch nicht passt?
Wenn unsere Wertevorstellungen nicht zusammen passen, dann macht es für beide Seiten keinen Sinn zusammenzuarbeiten. Wir wollen ja schließlich möglichst lange zusammen Spaß haben.

Spaß haben?
Es soll ja nicht nur ernst zugehen. Ich will, dass meine Kunden mit mir Spaß und Freude haben. „Lasst uns zusammen lachen, das Leben ist schon ernst genug“, sage ich immer. Diese spielerische Herangehensweise ist mir wahnsinnig wichtig. Im Idealfall dauert eine solche „Beziehung“ ein Leben lang.

Sind Sie mehr als ein Vermögensberater?
Ich will auch Lebensplaner und Lebensbegleiter sein. Auch wenn es mit mir manchmal ein schmerzhafter Prozess sein kann.

Wie meinen Sie das?
Wenn ein Kunde sagt, dass er partout nicht sparen will, hole ich meine „Money Gun“ raus. Das ist eine Pistole die vorne Geldscheine rausschleudert. „Genau das machen Sie“, sage ich dann zu ihm. Sie! Schmeißen! Das! Geld! Zum! Fenster! Raus! Das leuchtet den Leuten dann meist ganz schnell ein. Ich will aber nicht wie ein Oberstudienrat mit erhobenem Zeigefinger wirken, sondern wie ein guter Freund. Ich will, dass es meinem Kunden gut geht, dass er/sie glücklich ist.

Was hat es mit der Schatztruhe hier auf sich?
Da sind Gold-Taler drin. Die gebe ich meinen langjährigen Kunden, weil sie mir eben „Goldwert“ sind. Jeder bekommt aber nicht nur einen, sondern mehrere. Diese können sie dann an ihre besten Freunde oder Verwandte weiter geben. Wenn einer von diesen wieder zurückkommt und derjenige Kunde von mir betreut wird, spende ich für jeden Taler 100 Euro an das „Frauenhaus Esslingen“. Ich will was zurückgeben. Das ist mir eine Herzensangelegenheit.

Wieviel haben Sie letztes Jahr gespendet?
1500 Euro. Das ist mir wichtig, ebenso wichtig ist für meine Kunden die „Formel für das finanzielle Glück“. Hier ist ein Rechenschieber. Dieser zeigt Ihnen auf wieviel sie fürs Wohnen, fürs Leben und fürs Sparen ausgeben sollten. Das erkläre ich meinen „normalen“ Kunden als auch meinen Profi-Sportlern.

Wen beraten Sie alles?
Aus Diskretions- und Datenschutzgründen darf und will ich keine Namen nennen. Sie können aber davon ausgehen, dass ich in jedem Verein in der 1. Handball-Bundesliga mindestens einen Kunden habe. Darüber hinaus habe ich einen Vertrag mit der EHPU „The European Handball Players Union“, der europäischen Gewerkschaft der weiblichen und männlichen Handball-Profis. Wann immer ein Handballer in Deutschland bei einem Bundesligisten unter Vertrag kommt, bin ich der Ansprechpartner in Sachen Finanzen. Darüber hinaus habe ich auch Profi-Fußballer des SC Freiburg, Borussia Dortmund, St. Pauli und SC Paderborn sowie Weltklasse-Leichtathleten als Kunden.

Was ist Ihre Vision?
Eine flächendeckende Betreuung von Menschen und Spitzensportlern aus dem In- und Ausland nach hohen Moral- und Wertvorstellungen. Die Expansion schreitet voran. Bisher habe ich Leute in Minden, Leipzig, Hannover und Kiel sitzen. Wir haben schließlich viel vor.


Was sind genau Ihre Moral- und Wertvorstellungen?
Loyalität, Integrität, Solidarität, Vertrauen, Respekt. Ohne diese Prinzipien geht sowohl in einer intakten Fußballmannschaft als auch bei der Führung einer Vermögensberatung wie ich sie betreibe nichts. Nur wenn ich diese, meine Prinzipien jeden Tag achte, werden wir auch dauerhaft Erfolg haben. Idealerweise sitzen wir alle irgendwann mal gemeinsam in einem nachhaltig ökologischen Haus zusammen.

Was ist dann konkret Ihre Aufgabe?
Ich helfe meinen Kunden ausgezeichnete Ergebnisse bei der Vermögenssicherung, vor allem aber bei der Vermehrung zu erzielen. Das ist mehr als ein Versprechen von mir. Das ist mein Wort. Wie stelle ich mir das vor? Indem ich ganz gezielt auf die Bedürfnisse, die Ansprüche und die Vorstellungen meiner Kunden ein maßgeschneidertes Allfinanz-Konzept aufsetze. Individueller geht es einfach nicht.

Macht das nicht jeder?
Vermögensberater gibt es wie Sand am Meer. Sparbücher, Tagesgelder und Bundesschatzbriefe sind nicht immer sexy. Viele Menschen haben deswegen hierzulande zu ihren Geldanlagen so eine emotionale Bindung wie zu ihrem Zahnarzt. Ich mache das alles anders, alles viel bunter. So bunt wie es nur geht, so vielfältig wie es nur geht. Das ist mein Versprechen: Mit mir wird das Leben bunter.

Was meinen Sie mit bunt?
Jeden Morgen bevor ich aus dem Haus gehe ziehe ich bunte Socken an.

Und wofür steht bunter?
Das B steht für BEGEISTERUNG!
Das U steht für UNTERHALTUNG!
Das N steht für NEUGIERDE!

Das T steht für TATKRAFT!
Das E steht für EFFEKTIVITÄT!
Das R steht für RESPEKT!

Woher kommt diese Denkweise?
Die kosmopolitische, weltoffene und besonders lebensbejahende Denkweise hat mir meine wunderbare Mama Saliha und mein Vater Nihat beigebracht. Sie lehrten mich, respektiere deine Mitmenschen und gehe mit jedem so um wie du willst, dass man mit dir umgeht. So wie in jedem TEAM eben auch.

Und was wenn ein Kunde nur spekulieren will?
Dann bin ich nicht der Richtige. Hochriskante Trash-Bonds, waghalsige Spekulationsgeschäfte, windige Immobilen-Anlagen. Da habe ich noch nie mitgemacht, mache ich nicht mit und werde ich nie mitmachen. Vielleicht sind es meine türkisch-schwäbischen Wurzeln, aber: Sicherheit geht vor Rendite! Immer.  Meine Kunden können ihr Vermögen durch unterschiedliche Anlagen vermehren, ein Haus kaufen, Steuern senken, ihre Altersversorgung sichern. Uli Hoeneß hat mal in einem Interview über die absolut spekulativen Termingeschäfte ketzerisch gefragt: „Für was brauchen Banker Schweinebäuche?“ Und weiter: „Wo kommen wir denn hin, wenn diese Yuppies mit ihren Hosenträgern entscheiden, wie sich die Weltwirtschaft und die Welternährungssituation verändern?“ Ironischerweise sind ihm genau diese Spekulationsgeschäfte zum Verhängnis geworden. Das kling jetzt ein wenig vermessen wenn ich sage, dass das mit mir nicht passiert wäre.

Warum nicht?

Meine Vision ist klar: Nachhaltigkeit, Achtsamkeit und Moral stehen immer an erster Stelle. Meine Geldanlagen sollen attraktiv und effektiv sein und die Arbeit mit mir zu jeder Zeit vergnügungssteuerpflichtig.

 

Sind Sie mit Ihrem Job zufrieden?
Ich liebe meinen Job.

Interview von Andreas Haslauer